Neue Liga, neues Glück

„Wo geht’s denn hier zur Tischtennis-Halle?“ Der ein oder andere in der Berliner Landesliga A wird in diesem Jahr noch mal nach dem Weg fragen müssen. Nicht nur deshalb, weil der Eingang zur Jane-Goodall-Grundschule auf der Scharnweberstraße in Friedrichshain etwas versteckt liegt. Der eigentliche Grund: Die erste Mannschaft vom TTV Preußen 90 ist in der Landesliga noch eine Unbekannte.

Eine lange Eingewöhnungszeit brauchten die Preußen aber auch in ihrem ersten Landesliga-Jahr nicht. Nach fünf Aufstiegen in Folge sind die Spieler neue Gegner und Hallen gewöhnt. Auch in der eigenen Mannschaft sind drei neue Gesichter dazugekommen: David Kluthe, Khiem Duy Nguyen und Dirk Gansen verstärken das Team in allen drei Paarkreuzen. Dazu kommen die erfahrenen Preußen Philipp Jaeschke, Florian Hellberg, Jirka Krause, Tim Krawutschke.

So wollen es sich die Preußen erst mal in der Landesliga gemütlich machen. „Oben mitspielen“, rief Kapitän Philipp Jaeschke sogar als ehrgeiziges Saisonziel aus. Dass das nicht zu hoch gegriffen ist, zeigte sich schon in den ersten drei Spielen. Zum Auftakt mussten sich die Preußen in Lichtenberg noch knapp mit 6:9 geschlagen geben. Auch ohne den frischgebackenen Vater David hielten die Gäste bis zum Ende dagegen. Vor allem Philipp und Tim spielten mit je zwei Einzelsiegen stark auf. Auch die Doppel (2:1) konnten sich sehen lassen.
Im ersten Heimspiel der Saison klappte es dann auch mit dem ersten Sieg: 9:2 gegen den TTC Neukölln II. Bevor es losging, gab’s ein schokoladiges Mannschaftsgeschenk für Neuzugang und Neupapa David. An der Platte behielten die Gastgeber meist die Nase vorn, darunter dreimal im Entscheidungssatz. Nur Philipp und Flo mussten sich zu Beginn im Doppel knapp im fünften Satz geschlagen geben.
Auch eine Woche später hieß der Sieger TTV Preußen. Dieses Mal ging es zu Hause gegen den ASV Berlin, der stark ersatzgeschwächt antrat. In drei knappen Doppeln (jeweils 3:2) sorgten die Preußen bereits für die Vorentscheidung. Danach musste nur noch Flo ein Fünf-Satz-Match überstehen. Endstand: 9:1.

Was dieser Start für den Rest der Saison bedeutet, ist noch nicht abzusehen. Viele knappe Spiele deuten auf eine ausgeglichene Staffel hin. Am 9. und 10. Oktober stehen gegen den SC Charlottenburg III (Heimspiel, 19.30 Uhr) und bei Rotation Prenzlauerberg die nächsten Herausforderungen an.

David

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